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Meditationstechniken

Achtsamkeit


Meditation techniques : spirituelle Erleuchtung.



Treffen in Quebec




Achtsamkeit








Inhaltsverzeichnis

Vorwort zur zweiten Auflage
Vorwort zur ersten Auflage
Anmerkung des Autors
Einführung
-  1. Geburt und Vergessen des höheren Selbst
-  2. Die Aufmerksamkeit und ihre Bedeutung
-  3. Körper und innere Sammlung
-  4. Die innere Haltung des Aspiranten, wenn er alleine ist
-  5. Die Sklaverei einer falschen Selbstbeachtung
-  6. Innere Arbeit unter äußeren Lebensbedingungen
-  7. Sva-Vani-Sravana-Yoga: Yoga des Auf-die-eigene-Stimme-Hörens
-  8. Bemühungen und Aufrichtigkeit
-  9. Die geheimnisvolle Rolle des Leidens
- 10. Nada-Yoga: Yoga des inneren Tones (Teil eins)
- 11. Nada-Yoga: Yoga des inneren Tones (Teil zwei)
- 12. Nada-Yoga: Yoga des inneren Tones (Teil drei)
- 13. Nada-Yoga: Yoga des inneren Tones (Teil vier)
- 14. Nada-Yoga: Yoga des inneren Tones (Teil fünf)
- 15. Konzentration beim Gehen im Freien
- 16. Verborgene Neigungen und Sinn der Askese
- 17. Tapas (asketische Übungen) und deren wahre Bedeutung
- 18. Das irdische Dasein als unentbehrliches Mittel zur Transformation
- 19. Yoga der Leere
- 20. Probleme während der Meditation und ihre Entsprechung während des Sterbevorganges
- 21. Hatha-Yoga (Teil eins)
- 22. Hatha-Yoga (Teil zwei)
- 23. Hatha-Yoga (Teil drei)
- 24. Zeit und Ewigkeit
- 25. Meditation und Nachtodeszustand
- 26. Die Bedeutung der zyklischen Wiederkehr im Universum
- 27. Meditation im langsamen Gehen und Atmen (Teil eins)
- 28. Meditation im langsamen Gehen und Atmen (Teil zwei)
- 29. Meditation im langsamen Gehen und Atmen (Teil drei)
- 30. Meditation im langsamen Gehen und Atmen (Teil vier)
- 31. Kräftewechselwirkungen in Universum und Leben
- 32. Die Macht verborgener Einflüsse, die von Menschen und Dingen ausgeht
- 33. Handlungen und ihre Folgen in der Welt
- 34. Die Spuren von Gedanken, Worten und Taten
- 35. Der Mensch denkt sich zu dem, was er ist
- 36. Die Wirkung zufälliger Kräfte auf das Wesen des Menschen
- 37. Sehen und Hören
- 38. Übung mit der heiligen Silbe OM
- 39. Sadhana und Erleuchtung (Teil eins)
- 40. Sadhana und Erleuchtung (Teil zwei)
- 41. Sadhana und Erleuchtung (Teil drei)
- 42. Ein erweitertes Verständnis der richtigen Anstrengung
- 43. Der Preis der Erleuchtung
- 44. Mutter und Kind
- 45. Mann und Frau
- 46. Nahrung und Mensch
- 47. Der Zuschauer und das Schauspiel
- 48. Schlussfolgerung und Zusammenfassung (mit abschließenden Ratschlägen und Ermahnungen)




EINE BEGEGNUNG MIT SALIM MICHAEL - QUEBEC 1987 -
 
Ich traf Salim Michael letzten Mai, anlässlich des Symposiums von Shawinigan. Es war für mich eine völlige Überraschung, plötzlich zu fühlen, dass ich in der Gegenwart eines Meisters war.

Aber was ist ein Meister, werden Sie fragen? Leute, die ich „Meister“ nenne, sind für mich Personen, die das Geheimnis des menschlichen Bewusstseins verstanden haben und die engen Grenzen der Persönlichkeit überschritten haben, wobei die Persönlichkeit einfach eine Reihe von historischen Ereignissen ist, die uns einen Namen, eine Geschichte, etc. geben, die aber nichts mit unserer essentiellen Natur zu tun haben. Die Mystiker beschreiben den Zustand der Erleuchtung oft als einen weiten unendlichen Ozean kosmischen Bewusstseins, in dem es weder Subjekt noch Objekt gibt, in dem aber das Beobachtete, der Beobachter und die Beobachtung zu einer Einheit verschmelzen. Der Meister ist daher derjenige, der, weil er die Verwirklichung seines Wesens erreicht hat, diejenigen leiten kann, die bereit sind, einen Versuch zu machen. Die Stellung des Meisters ist nicht eine der Überlegenheit, sondern die eines Wegweisers. Der Meister ist im Wesentlichen ein Spiegel für seinen Schüler, ihm das klarst mögliche Bild von sich selbst widerspiegelnd, damit er sich von dem befreie, was sein Bewusstsein blockiert, und er schließlich „das Gesicht finde, das er vor seiner Geburt hatte“.

Salim Michael ist ein Anglo-Inder englischer Nationalität, der gegenwärtig mit einigen seiner Schüler in Frankreich lebt. Wie ich bei seinem Vortrag verstanden habe, hat er mehrere Jahre in Indien gelebt, wo er vergeblich nach einem Meister suchte, der ihn anleiten hätte können. Im Laufe seiner Suche wurde er in gewisse unbekannte Yogaformen eingeweiht.

Ich verließ das Symposium sehr verwundert über die Entwicklung der Ereignisse und mit dem Eindruck, zwischen zwei Stühlen zu sitzen. Aber ich hatte sein Buch, ein merkwürdig geschriebenes Buch, mit Sätzen, die einen Absatz lang sind, und mit speziellen Redewendungen, die ich noch nie auf Französisch gelesen hatte. Wie Salim Michael in seiner Präsentation sagt, hatte er weder Schulunterricht erhalten (er lernte erst im Alter von neunzehn Jahren Lesen und Schreiben), noch eine richtige Muttersprache (seine Eltern wechselten während seiner Kindheit ständig das Land); er ist ein einfacher Mann und hat dieses Buch nur auf Wunsch seiner Schüler geschrieben. „Das Ziel dieses Buches“, schreibt er im Vorwort, „ist, dem Sucher zu helfen, durch eine direkte innere Erfahrung seine Höhere Natur und den Zustand nach dem Tode zu verstehen, den Zustand, aus dem er hervorgegangen ist und zu dem er zurückkehren wird, wenn er diese Daseinsform verlässt. Der besondere Wert dieses Buches – wenn es denn einen hat – ist, dass es nicht auf einem angehäuften intellektuellen Wissen beruht, sondern ausschließlich auf persönlichen Erfahrungen, die in langen Jahren bitteren und einsamen Kampfes gewonnen wurden.

Im Laufe der folgenden Monate habe ich sein Buch in kleinen Portionen gelesen, bei jedem Kapitel innehaltend und manchmal einige der vorgeschlagenen Übungen ausprobierend. Denn „Der Weg der inneren Wachsamkeit“ ist praktisch ein Handbuch der Meditation, das manchmal minutiös die vorgestellten Techniken beschreibt. Es ist jedoch weit davon entfernt, ein Buch der „Techniken“ zu sein, die in Wirklichkeit nur einen geringen Teil des Werkes ausmachen, aber ich habe den Eindruck, dass Salim Michael sein Buch so konzipiert hat, dass er die Leser schrittweise auf dem „Weg“ führen kann.

Ich kann nicht umhin zu denken, dass „Der Weg der inneren Wachsamkeit“ seinem Autor nahezu physisch ähnelt: eindringlich, authentisch, ein bisschen streng und die Spuren hartnäckiger Anstrengungen tragend. Der Autor kommt übrigens in seinem Buch immer wieder auf die Schwierigkeiten des Weges zu sprechen und auf den Preis, der gezahlt werden muss, um ihm zu folgen.

Im Unterschied zu anderen Meistern bringt Salim Michael dich in seinem Buch nicht oft zum Lachen: seine Aussagen haben nur ein einziges Ziel, das schlafende Bewusstsein wachsam zu machen. Aber die strenge Seite Salim Michaels wird ausgeglichen durch die Einfachheit und fast kindliche Reinheit seiner Rede: in seinem Buch finden sich eine Anmut und eine Eleganz, die aus der natürlichen, nahezu ungeschliffenen Seite des Ausdrucks herrühren.

Im Gegensatz zu vielen anderen Büchern ist dieses mit der Absicht geschrieben worden, spirituell Suchenden ein Arbeitsinstrument in die Hand zu geben. Heutzutage, und infolge der Tonbandgeräte mehr denn je, werden die Worte von Meistern direkt von der mündlichen Form übertragen und von Schülern zusammengestellt und herausgegeben. Sie bieten oft nicht den einheitlichen Guss, wie man ihn in „Der Weg der inneren Wachsamkeit“ findet. In dieser Hinsicht, und auch was den gleichsam systematischen Charakter seines Buches betrifft, bin ich sicher, dass Salim Michael einen wertvollen und vielleicht noch nicht dagewesenen Beitrag zur Erfahrung des menschlichen Bewusstseins leistet.“

spirituelle Erleuchtung