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Inneres Erwachen und Praxis des Nada-Yoga










Auszug aus Kapitel 5

Geistige Passivität und Trägheit

Zunächst einmal muss er die Tatsache akzeptieren, dass in jedem Mann und in jeder Frau fast ausnahmslos, und das seit ihrer frühesten Kindheit, die Tendenz zu einer gewissen Passivität des Geistes besteht – einer besonderen Art der Trägheit, die ihnen wegen ihrer Subtilität verborgen bleibt und sich im Grunde genommen kaum von der eines Tieres unterscheidet... Fortsetzung







Inhaltsverzeichnis
  

- Die Suche

- Vorwort

- Einführung
- 1. Tagschlaf und Nachtschlaf
- 2. Bewusste Bemühungen und Entsagung
- 3. Nada-Yoga
- 4. Spirituelle Praxis im aktiven Leben
- 5. Geistige Passivität und Trägheit
- 6. Geistige Disziplin und Strenge
- 7. Die Aufmerksamkeit und ihre entscheidende Rolle im Leben des Aspiranten
- 8. Introversion und Extraversion
- 9. Sich überlassen
- 10. Befreiung und Wahl
- Über den Autor




Wieviel Wahl habe ich in meinem Leben? Was ist die Befreiung? Wie kann man Erleuchtung erfahren?

Alle diese Fragen und viele andere beleuchtet Edward Salim Michael, ein Meister, der mit unendlichem Mitgefühl den Aspiranten auf dem Weg führt, den er selbst zu höchsten Verwirklichungen gegangen ist, und dessen Hindernisse und Fallen er kannte.

Um Erleuchtung zu erfahren, muss der Mensch zunächst aus dem „Tagschlaf“ herauskommen, in den er, seiner göttlichen Natur nicht bewusst,  für gewöhnlich versunken ist; eine Situation, die ihn zu einem „tragisch unvollendeten Wesen“ macht.

Schritt für Schritt, in einer für alle verständlichen Sprache, erklärt der Autor die Bedingungen für ein Wiedersehen des Menschen mit sich selbst.

Von diesem Werk geht eine erstaunliche Kraft aus, die die Intuition und das Gefühl des Lesers anspricht. Ein Buch, auf das man zweifellos immer wieder zurückgreifen wird.


Lesenotiz aus der Zeitschrift Le 3ème Millénaire - 2010 – Nr.96 –

Die Aufmerksamkeit des gewöhnlichen Menschen wird durch die äußere Welt, durch das Leben der Sinne, der Gedanken, der Gefühle, die automatisch in uns ablaufen, gefangen genommen. Indessen, ein Ruf steigt geheimnisvoll aus den Tiefen der Psyche auf. Unbegreiflich, aber manchmal von eindringlicher Nostalgie, vibriert er in sich, aber gleichzeitig scheint es, dass nichts Bekanntes ihn stillen kann.

Vielleicht ist dies der Anfang des spirituellen Weges, zu dem uns Salim Michael einlädt.

 

Es geht darum, unsere Aufmerksamkeit ins Zentrum unserer selbst zurückzuführen. Es ist ein Weg der Anstrengung, denn, wie er sagt, wir sind dem Gesetz der Schwerkraft unterworfen.

Unser „niederes Ich“ zieht uns an und bringt uns zurück ins Bett unserer Gewohnheiten, unserer alten, eingefleischten Tendenzen.

 

Wir schlafen, und aus diesem Tagschlaf aufzutauchen, erfordert intensive und kontinuierliche Bemühungen.

Der Autor ruft zu einer kombinierten Praxis auf: Meditation und verschiedene Konzentrationsübungen, die im täglichen Leben, im Feuer des Handelns, durchzuführen sind.

Gegenwärtig zu sein, seiner selbst bewusst zu sein und diese Bewusstheit seiner selbst aufrechtzuerhalten, muss zum Mittelpunkt unseres Lebens werden. Dies allein kann uns helfen, das Unbekannte in uns zu entdecken, das in uns wohnt, eine zeitlose Dimension, die uns schweigend ruft.

 

Salim Michael spricht aus seiner eigenen Erfahrung, aus seinem Erleben, authentisch und echt. Das gibt dem Werk eine Dichte, die die Aufmerksamkeit des Lesers weckt.




Lesenotiz aus Carnets du Yoga Mai 1991

Unter den letzten Veröffentlichungen auf dem Gebiet der Spiritualität würde ich gerne die Aufmerksamkeit der Leser auf das letzte Werk Salim MICHAELS ziehen: Pratique spirituelle et Éveil intérieur [Inneres Erwachen und Praxis des Nada-Yoga], veröffentlicht bei Dervy-Livres in der Reihe „Mystiques et Religions“.

Es zeigt sich deutlich, dass in Europa die Adepten des Yoga nicht genügend vor der intensiven spirituellen Arbeit gewarnt sind, die eine echte Yogapraxis erfordert und die für den Menschen darin besteht, sich von seinem üblichen Zustand des Seins loszureißen, von diesem dramatischen Zustand der „Abwesenheit von sich selbst“, in dem er unwissentlich sein ganzes Leben verbringt, um schließlich dahin zu kommen, seinen himmlischen Ursprung zu entdecken.

Dieses Werk spricht im Wesentlichen davon. Es handelt sich um ein praktisches, sehr konkretes Buch, das unsere Aufmerksamkeit auf die zahllosen Fallen zieht, die bei jeder spirituellen Suche auftauchen. Der Autor gibt uns die Mittel, um diese unschädlich zu machen, und zwar durch spezifische Übungen, die er für seine eigene Suche, die hart und ausdauernd war, ausgearbeitet hat. In den verschiedenen Kapiteln lehrt er uns, wie wir uns von dem losreißen, was er unseren „Tagschlaf“ nennt, und wie wir unsere innere Wachsamkeit entwickeln, indem wir uns auf das Hören des Nada stützen (ein geheimnisvoller Ton, den man im Inneren der Ohren hören kann).

Er zeigt uns, wie wir versuchen können, im aktiven Leben diesen Zustand des Erwachens, den zu erfahren man in der Meditation anstrebt, zu bewahren und schließlich die Kunst des „Sich-Überlassens“ zu erlernen. Gerade in diesem „Sich-Überlassen“ kann der Aspirant lernen, von dem Abstand zu nehmen, was vom Äußeren her unaufhörlich seine Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Salim MICHAEL hat seine Jugend in verschiedenen Ländern des Orients gelebt, dann in England und in Indien, und hat sich schließlich in Frankreich niedergelassen, wo er Meditation unterrichtet.

Er ist Autor eines weiteren wichtigen Buches: La Voie de la Vigilance intérieur [Der Weg der inneren Wachsamkeit], Editions Guy Trédaniel.

Außerdem hat er in Zusammenarbeit mit Michèle Michael den berühmten buddhistischen Text „DHAMMAPADA“ übersetzt.

 

Jacqueline PAUVRASSEAU